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Restaurant der Zukunft, 2014

Im Juni 2014 weilten Studenten der Reykjavik School of Visual Arts für eine Woche im Werk in Kahla. Die jungen Isländer studieren Produktdesign und lernen den Umgang mit verschiedensten Werkstoffen. In ihrer Heimat Island gibt es weder professionelle Porzellanhersteller, noch Werke mit moderner Technik und Kompetenz, und auch das reine Material ist nicht verfügbar. Um mit Porzellan zu arbeiten, sind die Studenten auf Kooperationen mit Unternehmen auf dem europäischen Festland angewiesen. Die Günther Raithel Stiftung - Bildungsinitiative KAHLA kreativ und die KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH gibt den Studierenden die Chance auf Beratung und Unterstützung und glaubt fest an die nachwachsende gestalterische Kompetenz. Bereits seit 2008 pflegt KAHLA diese intensiven Beziehungen zur Reykjavik School of Visual Arts.

In 2014 brachte die Gruppe unter der Leitung von Dozentin Sigurlina Osuala innerhalb des Projektes „Restaurant der Zukunft“ Gipsformen in das Porzellanwerk, um die Objekte zu gießen, zu glasieren und zu brennen. „Wir sind so glücklich über die hervorragende Betreuung, die großzügige Hilfe der Mitarbeiter, die „wunderbare“ Porzellanmasse und die Chance, das Werk intensiv kennen zu lernen", schwärmt Sigurlina Osuala.
Die angehenden Designer der besten Arbeiten, die durch die Hochschule und ein KAHLA-Team bewertet werden, erhalten zur Belohnung eine Einladung zu einem drei bis vierwöchigen Praktikum bei KAHLA. In dieser Zeit dürfen die Studierenden völlig frei in Modellstube, Gießerei und Handglasur arbeiten und mit dem Design-, Marketing- und Vertriebsteam interagieren. Sie können Materialien und Ressourcen uneingeschränkt nutzen. 

Für ein solches Praktikum weilte die isländische Studentin Sunna S. Halldórudóttir, die im Projekt Flow unter den ersten vier Kandidatinnen war, im April diesen Jahres in Kahla und gestaltete Lautsprecher aus Porzellan mit verbesserter Akustik. 

Dass die Entwürfe junger Designer erfolgsversprechend sind, zeigen das Karaffenset „Una", das Schalenset „Designer’s Cut“ und „Apparatus“, die Zitronenscheibenpresse mit Muskatreibe. Diese Entwürfe isländischer Designer sind bereits in das KAHLA Atelier-Programm aufgenommen worden.

So hat Thorhildur Asmundsdottir ihr spannendes Projekt "Baun/Bean" vorgestellt, eine Serie von Kaffeetassen, deren Design vom Verarbeitungsprozess der Kaffeebohne inspiriert ist. Die Kaffeebohne ist der Samen im Inneren der Frucht der Kaffeepflanze, der sogenannten Kaffeekirsche. Wenn die Kaffeekirschen reif sind, werden sie geerntet, und die Bohnen werden gesammelt und anschließend geröstet und gemahlen. Hinter dem Design steckt die Idee, dass der Nutzer der Tasse das Gefühl haben soll, als würde er direkt aus der Kaffeepflanze trinken. Er hält nicht nur die Kaffeekirschen in der Hand, sondern es befinden sich auch Kaffeekirschen im Inneren der Tasse. Mit dieser Arbeit konnte sie die Jury überzeugen und somit das Praktikum in Kahla erhalten.

Im Mai 2017 nutzte Thorhildur Asmundsdottir die Möglichkeit für drei Wochen in Kahla an ihren Designs zu arbeiten. Unterstützung und Anleitung erhielt sie dabei von engagierten Mitarbeitern der KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH.

KAHLA-Kreativ, Thorhildur Asmundsdottir, Kunsthochschule Reykjavik
KAHLA-Kreativ, Thorhildur Asmundsdottir, Kunsthochschule Reykjavik
KAHLA-Kreativ, Thorhildur Asmundsdottir, Kunsthochschule Reykjavik
KAHLA-Kreativ, Thorhildur Asmundsdottir, Kunsthochschule Reykjavik
KAHLA-Kreativ, Thorhildur Asmundsdottir, Kunsthochschule Reykjavik
KAHLA-Kreativ, Thorhildur Asmundsdottir, Kunsthochschule Reykjavik
KAHLA-Kreativ, Thorhildur Asmundsdottir, Kunsthochschule Reykjavik
KAHLA-Kreativ, Thorhildur Asmundsdottir, Kunsthochschule Reykjavik
KAHLA-Kreativ, Thorhildur Asmundsdottir, Kunsthochschule Reykjavik
KAHLA-Kreativ, Thorhildur Asmundsdottir, Kunsthochschule Reykjavik