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Imke Freiberg, KAHLA-Kreativ 2015

Imke Freiberg

(*1974 Greifswald, Deutschland) ist freischaffende Künstlerin und Kulturmanagerin. Sie studierte an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle im Fachbereich Keramik. Seit 2007 engagiert sie sich im Forum für zeitgenössische Keramik, außerdem ist sie Mitglied des BBK Brandenburg und des Vereins Endmoräne e.V. Künstlerinnen in Berlin und Brandenburg. Sie erhielt eine Reihe von Arbeitsstipendien, u. a. des Atelierhaus Salzamt, Linz und des Künstlerguts Prösitz und wurde beim Perron-Kunstpreis der Stadt Frankenthal ausgezeichnet. Ihre erstplazierte Arbeit im Wettbewerb zur Wandgestaltung für den Kranbau Köthen wurde realisiert. Imke Freiberg lebt und arbeitet in Fürstenwalde.

geprägt, gemustert, verflochten
Porzellan, gegossen, geprägt, blaue Unterglasurfarbe
Ø 16,5 / 21,5 cm

Innenraum, gemütlich
45 Kacheln, blaue Unterglasur  
75 cm x 148 cm

Bei KAHLA begegneten mir die Muster meiner Kindheit – mit Strohblumen- und Zwiebelmuster auf dem Tisch bin ich aufgewachsen. Mein Arbeitsthema wurde „Muster und Prägung“.

Die Doppeldeutigkeit dieser Begriffe interessiert mich: dass etwas in die Oberfläche geprägt ist und Muster ab-gebildet sind und gleichzeitig die Frage, was einen selbst geprägt hat, welche Muster die Familie durchziehen. Alte Familienfotos und Bilder der eigenen Fingerabdrücke bildeten die Grundlage für die Objekte. Es entstanden Wandbilder und auch eine Bodenarbeit aus Fliesen. Ein nicht zu betretender Teppich, der eine Art innere Landkarte zeigt: Die Linien aus Mustern, Seekarten, vergrößerten Fingerabdrücken überlagern sich zu einem neuen Muster, etwas „unter den Teppich Gekehrtes“ bildet Wölbungen.

www.imke-freiberg.de